Der Samstag begann sehr aufregend. Der Plan war, ein Päckchen  mit Büchern und Zeitschriften per Post zu schicken, da ich sonst  Übergepäck beim Rückflug gehabt hätte. Für neun Uhr hatten wir eine  Reservierung fürs Frühstück. Die Poststellen, die wir gefunden hätten  (die am Weg liegen) sperrten jedoch erst um neun auf, was zu einem  logistischen Problem wurde. Das Päckchen mit zum Frühstück nehmen war  keine Option. Warum wird später klar. Somit auf zum Bahnhof, Päckchen in  ein Schließfach verfrachtet und ab zum Frühstück.

Für dieses Frühstück haben wir uns etwas besonderes überlegt. Wir  haben in der Reichstagskuppel im Cafe Käfer einen Tisch reserviert. Das  Frühstück war ein absoluter Traum! Logisch das es unpassend gewesen wäre  das Päckchen für die Post dorthin mitzunehmen.


Nach einem kurzen Zwischenstop im Hotel für gemütlichere Klamotten  und einem Halt bei der Post ging es dann wieder zurück in die  Innenstadt. Da wir die letzten Tage viele, viele Kilometer gelaufen  sind, haben wir uns für eine 2,5 h Spree Schifffahrt entschieden. Die  Bedienung war sehr hilfsbereich und gab uns den Tip wir sollten im Haus  Schwarzenberg vorbei schauen. Am Schiff selbst wimmelte es von  überdrehten Kindern und unangenehmen, teils gelangweilten Touristen. Ein  Kommentar den ich aufgeschnappt hab war “Hier wird ja nichts geboten”  (Mensch, das ist eine Schifffahrt die dir Berlin näher bringen soll und  kein Partyschiff…).

Nach der Spree Fahrt haben wir den Superhelden Laden in der Nähe des  Hackerschen Markt. Im Vergleich zum Elbenwald jedoch etwas entäuschend.  Da Wochenende war, war das Aufgebot an Menschenmassen auf den Straßen  unvorstellbar. Bewusst Straße, da sich die meisten Touristen nichts  scheren. Wir beobachteten des öfteren Touris, die mitten auf der Straße  standen, nur um ein Panoramafoto machen zu können.
Die Spitze jedoch war das Haus Schwarzberg. Keine Frage, sehr eindrucksvoll aber die Touristenhölle schlecht hin.

Bevor wir uns erschöpft von dem Tag Richtung Hotel aufmachten, stach uns Supreme Burger noch ins Aug.
In dem Moment echt geil! Ich weiß nicht ob es daran lag, das ich 10 Tage  lang fast kein Fleisch gegessen hab, oder ich das Rindfleisch nicht  vertragen hab, oder einfach zuviel gegessen hab aber mir ging es im  Hotel dann leider gar nicht gut…. Der Magen war einfach überfordert.

Nach dem Essen wurden wir von einem wunderhübschen Pärchen (innere  und äußere Schönheit war kaum zu überbieten) von der Friedrichstraße bis  zum Frühstück am Sonntag begleitet.

Am Sonntag ging es für uns Richtung Linz zurück. Nach einem  ausgiebigen Frühstück und gemütlich unsere sieben Sachen zusammen packen  ging es dann auf zum Flughafen Tegel. Dieses mal, Wunder geschehen  noch, in einem klimatisierten Bus. Am Flughafen war es dann auch aus mit  der Gemütlichkeit. Chaos pur. Aber anders kenn ich es auch nicht. Der  Flieger spielte Hopel Hopel Hase mit uns. Ich glaube er hat kein  Luftloch von Berlin nach Linz ausgelassen. Das schreite in Wien nach  einem gemütlichen Absacker. Wie sich heraus stellte war das eine gute  Idee, da wir somit unsere Nerven etwas stärkten, um die tollenden Kinder  im Ruhewagen der ÖBB bis Linz zu “überleben” ohne selbst einen  Schreikrampf zu bekommen.